Ratgeber

Warum lohnt sich ein Covid Luftreiniger?

Kaum sinken die Temperaturen, steigen die Infektionszahlen. Das liegt grundsätzlich nicht ausnahmslos an den kühleren Witterungsverhältnissen. Vielmehr ist es ein Resultat daraus, denn wir verbringen nun wieder weitaus mehr Zeit unseres Lebens in geschlossenen Räumen. Doch genau hier besteht die Gefahr, dass sich Viren weitaus schneller verbreiten können, als im Freien. SARS-CoV-2 wird überwiegend über kleinste Feuchtigkeitspartikel, die sogenannten Aerosole verbreitet. Da braucht es dann schon neben der Einhaltung der AHA-Regeln und dem empfohlenen Lüften technische Unterstützung. Denn Luftfilter in Räumen können die Luftqualität nachweislich verbessern.

Was bewirkt ein Luftreiniger?

Um dem Infektionsrisiko durch das Coronavirus entgegenzuwirken, braucht es einen regelmäßigen Luftaustausch in Innenräumen. Das ist in der kalten Jahreszeit jedoch weitaus schwieriger zu bewerkstelligen, denn je niedriger die Außentemperaturen sind, umso ungemütlicher empfindet man das ständige Lüften.

Zudem ist es nicht immer und überall möglich, über geöffnete Fenster den Luftaustausch optimal zu gewährleisten. Sei es, weil die Fenster sich nicht vollständig öffnen lassen oder weil die bauliche Beschaffenheit des Gebäudes vielleicht gar nicht genügend Fenster vorgesehen hat. Man denke nur an Produktionshallen und ihre Bauweise.

Luftreiniger hingegen sind in der Regel mit einem HEPA-Filter ausgestattet. Diese filtern in der Raumluft befindliche Bakterien, Viren oder auch andere Krankheitserreger und Staub teilweise bis zu 99,99% heraus. Je nach Ausführung wird die warme Raumluft angesaugt und abgeführt und durch neue und gereinigte Luft ersetzt.

Welche Arten von Luftreinigern minimieren das Infektionsrisiko bei Covid 19?

Luftreiniger unterscheiden sich nach der Methode, wie sie die Raumluft säubern und damit für ein gesundes Raumklima sorgen. Es gibt sie sowohl als fest zu installierende oder als mobile Geräte.

Luftreiniger mit integriertem Filtersystem: Hier wird mittels einem Ventilator die Raumluft angesaugt und mittels einer Strömungsdynamik durch die eingebauten Filter gedrückt. Anschließend wird die gereinigte Luft wieder in den Raum abgegeben.

Diese Luftreiniger arbeiten entweder mit einem HEPA-Filter oder einem Aktivkohlefilter. Sie wirken besonders effizient gegen die Aerosole, die uns das Leben durch Covid 19 schwer machen. Allerdings müssen diese Filter regelmäßig ausgetauscht werden, da sich in ihnen die ausgefilterten Partikel absetzen und dort haften bleiben.

Ionisatoren: Arbeiten ähnlich wie klassische Luftreiniger, nur werden die Partikel hier elektrisch geladen, damit sie am Filter haften bleiben. Erst dann wird die gereinigte Luft wieder abgegeben.

Luftwäscher: Wie der Name schon verrät, wird bei dieser Methode die Raumluft regelrecht gewaschen. Dafür befindet sich in den entsprechenden Luftreinigern eine Walze, die sich langsam dreht und einen dünnen Wasserfilm bewegt. In dieser Wasserschicht werden die Schadstoffe der angesaugten Luft gebunden, sodass die Luftqualität anschließend wieder besser ist.

Wo lohnt sich der Einsatz eines speziellen Luftreinigers?

Wenn es um die Verbesserung der Raumluft und damit um ein vermindertes Infektionsrisiko durch Corona geht, lohnen sich spezielle Luftreiniger und industrielle Luftreinigungssysteme nicht überall. Während ein Luftwäscher zum Beispiel aufgrund seines Vorteils, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, besonders für Allergiker gut eignet, ist er eher für den Hausgebrauch ideal.

Generell gilt, dass zur Eindämmung von Corona ein Luftfilter oder Luftreiniger dann sinnvoll ist, wenn sich mehrere Menschen über einen längeren Zeitraum in einem Raum aufhalten, der nicht oder nicht umfassend gelüftet werden kann. Üblicherweise lohnt sich ein Luftreiniger also vor allem am Arbeitsplatz, in Schulen und Kitas oder auch im Handel und in der Gastronomie.

Darüber hinaus sollte man sich immer ins Bewusstsein rufen, dass dennoch die AHA-Regeln einzuhalten sind. Zudem sollten die Luftreiniger mit einem guten Filter ausgestattet sein, sonst lohnt sich deren Einsatz nicht wirklich. Nur HEPA-Filter mit der Zusatzbezeichnung H13 oder H14 sind in der Lage, die sehr feinen Aerosole, die mit den Corona-Viren beladen sind, aus der Raumluft herauszufiltern.

Fazit

Ein Covid Luftreiniger lohnt sich durchaus, wenngleich er immer nur als Ergänzung zum Lüften und den AHA-Regeln angesehen werden sollte. Doch gerade am Arbeitsplatz, in Schulen und Kitas oder im Supermarkt zum Beispiel sind diese Luftreiniger optimal, um das Infektionsrisiko zu minimieren.

Zudem bieten diese speziellen Filtersysteme den Vorteil, dass der Luftaustausch stetig geschieht und die Effizienz bei den meisten Geräten bei über 99% liegt.